Manifesto of Futurism
by Rodrigo Galindez on August 5, 2010
We had stayed up all night, my friends and I, under hanging mosque lamps with domes of filigreed brass, domes starred like our spirits, shining like them with the prisoned radiance of electric hearts. For hours we had trampled our atavistic ennui into rich oriental rugs, arguing up to the last confines of logic and blackening many reams of paper with our frenzied scribbling.
An immense pride was buoying us up, because we felt ourselves alone at that hour, alone, awake, and on our feet, like proud beacons or forward sentries against an army of hostile stars glaring down at us from their celestial encampments. Alone with stokers feeding the hellish fires of great ships, alone with the black spectres who grope in the red-hot bellies of locomotives launched on their crazy courses, alone with drunkards reeling like wounded birds along the city walls.
Etliche Klassik-Stars der Deutschen Grammophon unterstützen den Moderator und erklären in kurzen Wortbeiträgen ihre Spezialthemen. Manchmal ist das furchtbar misslungen. Wenige deutsche Zuhörer werden verstehen, was der Pianist Lang Lang meint, wenn er das Konzert so erklärt: “Du (als Solist) bist der Striker in einem Football Team. Und Du hast einen Dirigenten, der den Ball kontrolliert und zu Dir weitergibt oder wirft.” Dass der Dirigent Christian Thielemann zum Thema “Taktstock” noch einmal mit der alten Geschichte von Lullys tödlicher Fußverletzung um die Ecke kommt, wird dagegen nur denjenigen langweilen, der eigentlich sowieso schon zu viel weiß, um zur Zielgruppe von 99 x Klassik zu gehören.
Was hier hätte entstehen können, wenn man die Auswahl der beteiligten Prominenten nicht nach der Berühmtheit und dem Marketingwert vorgenommen hätte, sondern nach der Bereitschaft, sich auf ein klingendes Lexikon-Projekt wirklich einzulassen und einen Begriff nicht nur zu erläutern, sondern ihn auch zu vorzuführen, das zeigen Anne Sofie von Otters Erläuterungen der Register einer Stimme und in idealer Weise auch Andreas Scholls gesungene Demonstrationen der Begriffe “Vibrato” und “Verzierungen”. Auch von der gelungenen Auswahl der Musikbeispiele, die das Erklärte meistens sinnfällig illustrieren, wird der Klassik-Einsteiger profitieren. Wenn Anne Sofie von Otter und Magdalena Kožená unmittelbar nacheinander mit “Oh del mio dolce amor” aus Glucks Oper Paride ed Elena zu hören sind, erklärt das viel besser, was das spezifische Timbre einer Stimme ist, als ellenlange Texte das je könnten.
99 x Klassik ersetzt kein gutes Musiklexikon wie den Atlas Musik aus dem DTV-Verlag. Aber bequemer und unterhaltsamer als hier kann man sich als Klassik-Neuling die wichtigsten Grundbegriffe vermutlich kaum aneignen. Darum: Sehr empfehlenswert!